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Der Auswärtsschreck hat wieder zugeschlagen.

Die TuS ADEMAX Red Devils Bramsche bleiben in fremden Hallen eine verlässliche Größe. Mit dem deutlichen 75:54 Erfolg beim Top Team des VfL Stade gelang der nächste Auswärtssieg und damit bereits der fünfte Erfolg in sechs Spielen außerhalb des Devils Dome. Die Mannschaft knüpft damit nahtlos an die zuletzt starken Auftritte an und rückt auf den vierten Platz vor, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigen würde.

Schnell fiel auf, dass Bramsche von Beginn an aufmerksam und diszipliniert agierte und dem Gastgeber über das gesamte Spiel kaum einfache Abschlüsse ließ. Bramsche zeigte sich vor allem bei den Punkten in der Zone, im schnellen Fastbreak Spiel sowie in der Offense nach Ballverlusten bissig und gut eingestellt. Auch bei den Rebounds behielt man die Oberhand (51:33). Die Red Devils kontrollierten damit zentrale Bereiche des Spiels und ließen Stade kaum Möglichkeiten, ihren Rhythmus zu finden.

Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (19:20) übernahmen unsere Devils im zweiten Abschnitt die Kontrolle und bauten ihre Führung zur Pause auf 42:34 aus. Stade fand im dritten Viertel kurzzeitig wieder einen besseren Zugriff und konnte unter anderem durch einen 10:0 Lauf zum Ende des Viertels auf 49:53 verkürzen, doch Bramsche reagierte nach der Viertelpause stabil und ließ sich nicht verunsichern. Kam das Team von Fischer und Knop in der Vergangenheit genau in solchen Situationen immer wieder ins Schwimmen, sollte das diesmal anders sein. Die Antwort der Bramscher erfolgte sowohl defensiv stabil als auch offensiv prompt durch einen Dreier von Axl van Limburg Stirum sowie starke Punkte von Mats Woltmann, Rico Klimpel und Kapitän JP Seitz. Stade nahm bei noch 6:37 Minuten verbleibender Spielzeit und einem Stand von 49:62 aus Stader Sicht eine Auszeit. Bramsche gelang es somit auf beeindruckende Weise, die Stader Comeback Hoffnungen abgeklärt und eingespielt abzuwehren. Diese Sequenz in den ersten Minuten des Schlussviertels leitete den Weg zur Entscheidung ein.

Im weiteren Verlauf des vierten Abschnitts zeigte die Mannschaft, warum sie zu Recht und nicht aus reinem Glück bereits sieben Siege sammeln konnte. Bramsche erlaubte Stade insgesamt nur fünf Punkte und erzielte selbst 22. Die Defense zwang Stade zu Ballverlusten, verteidigte die Zone konsequent und blieb auch im Rebound präsent. Die Zahlen unterstreichen die Dominanz. Bramsche lag fast 35 Minuten in Führung, während Stade nur 63 Sekunden vorne lag. Die höchste Führung der Red Devils betrug 21 Punkte.

Es ist schwer, in diesem Spiel den einen Spieler hervorzuheben, da bei der jungen Bramscher Mannschaft das Team gegen einen seit Jahren starken Gegner gewonnen hat und jeder seinen Beitrag in unterschiedlichsten Formen leistete. Dennoch ist zu erwähnen, dass Neuzugang Axl van Limburg nun gänzlich in der Liga angekommen ist und mit 17 Punkten sowie 7 Rebounds Topscorer der Devils wurde.

Was an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden muss, sind die im Spielverlauf verletzungsbedingten Ausfälle der Führungsspieler Nil Angelas Regincos und Robert Heise, die sicherlich auch noch einmal anders hätten Einfluss auf das Spiel nehmen können. Gute Besserung.

Wieder einmal ist es Zeit, kurz innezuhalten und wertzuschätzen, was diese Mannschaft bisher erreicht hat. Mit dem Auswärtssieg in Stade haben die Red Devils nun vier der letzten fünf Spiele gewonnen. Die Entwicklung ist klar erkennbar und basiert vor allem auf einer belastbaren Defensive, die zuletzt mehrfach den Unterschied ausmachte. Nicht nur steht man aktuell auf einem Playoff Platz, was bei dem bisherigen Programm alles andere als selbstverständlich ist. Auch ist es Head Coach Christian Fischer und Co Trainer Michel Knop gelungen, eine Einheit zu formen, die ihre eigene spielerische Handschrift besitzt. Das Team verliert sich nicht in Einzelaktionen oder definiert sich über einen oder zwei Spieler, sondern versteht es, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und sich auch in schwierigen Phasen wieder zu ordnen. Der vierte Platz ist eine Momentaufnahme und bis zum Ende der Hinserie warten noch drei schwere Spiele gegen Wolfenbüttel, Göttingen und Bergedorf. Doch dieser Mannschaft ist einiges zuzutrauen, wenn es Trainerteam und Spielern gelingt, auf dem aktuellen Pfad zu bleiben. Und wer weiß, vielleicht grüßt man über den Jahreswechsel ja weiterhin von einem Playoff Platz.

Boxscore: https://www.basketball-bund.net/scouting.do?reqCode=spielStatistik&spielplan_id=2686535

Foto: R. Kamper

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