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Rückschlag im Kampf um Platz 3

Bramsche. Zu viele Einzelaktionen und eine unterirdische Trefferquote sind die Hauptgründe, warum die gegen Spielende müde wirkenden Regionalliga-Basketballer der Swap Red Devils Bramsche ihr Heimspiel gegen die Baskets Akademie Weser-Ems mit 65:71 (37:38) verloren haben.

Den besseren Start erwischen in der Realschulhalle eindeutig die jungen Gäste aus Oldenburg. Deren schnelles 8:1 kann Bramsche zwar kontern, und in der fünften Spielminute selbst mit 11:9 in Führung gehen. Aber da der Nachwuchs aus der Baskets Akademie in der Verteidigung immer eine Hand dazwischen hat und seine Chancen zu Schnellangriffen konsequent nutzt, zieht die OTB-Reserve schnell wieder auf sechs Zähler (17:11, 8.) davon.

Devils laufen hinterher

Warum es im Spiel der Hasestädter an diesem Abend knirscht, hat vor allem mit zahllosen Einzelaktionen zu tun, die die Hausherren viel zu selten im gegnerischen Korb unterbringen können. Etliche Würfe sind zu kurz und führen zu einfachen Defensivrebounds der Gäste. Leichtfertige Ballverluste des TuS tragen ihr übriges dazu bei, dass man den Oldenburgern stets hinterherläuft. Zur Pause liegen die Red Devils zwar nur mit einem Punkt zurück (37:38), die deutlich reifere Spielanlage haben allerdings die Mannen um OTB-Topscorer Piet Niehus (20 Punkte) auf ihrer Seite.

Im dritten Viertel ist Oldenburg dann durchweg gedankenschneller und die „Roten Teufel“ versinken in einfallslos lethargischem Rückstandverwalten. Bis zum Beginn der abschließenden zehn Spielminuten ist Oldenburgs Vorsprung fast zweistellig (60:51).

Trotz der schlechten Vorstellung hat Bramsche im vierten Viertel die Chance, das Spiel noch zu drehen. Oldenburgs Vorsprung ist nie so hoch, als das man ihn mit einem Lauf nicht in ein bis zwei Minuten egalisieren könnte. Für einen derartigen Kraftakt fehlen den Hasestädtern an diesem Abend aber sowohl die Energie als auch die nötige Treffsicherheit.

Leland Robinson, Daniel Meyer, Romello Steffen, Marcel Kosiol – sie alle vergeben offene Würfe und Dreipunktwürfe, die für eine Prise Morgenluft hätten sorgen können. Im Gegenzug kann Oldenburg meist punkten und die Führung in zweistellige Gefilde ausbauen. Am Ende darf Bramsche dann noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Der Oldenburger 71:65-Sieg war insgesamt aber überlegener, als es der Endstand ausdrückt.

„Mein Debüt hätte ich mir schöner vorgestellt“, sagt Dennis Wesselkamp nach der sechsten Saisonniederlage der Red Devils etwas zerknirscht. „Wir haben heute keine passenden Antworten gefunden, in der Defensive zu oft geschlafen, insgesamt keine gute Mannschaftsleistung abgeliefert und zu viele erfolglose Einzelaktionen gestartet.“

Für den TuS Bramsche spielten: Leland Robinson 26 Punkte, Bernd Fährrolfes 11, Daniel Meyer 11/2 Dreier, Romello Steffen 9/1, Heiner Fährrolfes 6, Marko Primorac 2, Lukas Kleyböcker, Marcel Kosiol, Petrit Bytyqi.

Bericht aus den BN von Sascha Knapek, Bild aus den BN von Rolf Kamper

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