Über dieses Match

Ohne drei Stammspieler reisten die TuS ADEMAX Red Devils am Samstag Nachmittag nach Wolfenbüttel, wo das letzte Punktspiel stattfand, allerdings nur noch statistischen Wert für das Bramscher Team hatte. Pünktlich gegen 15:00 Uhr für der Bus vom Parkplatz der IGS-Halle Richtung Osnabrück, wo weitere Spieler und Fans zustiegen. Mit reichlich Proviant an Bord, war die Hinfahrt bereits ein Erlebnis für die Mannschaft und ihre zahlreichen Begleiter, die bereits im Bus mächtig Stimmung machten und auch Gesangseinlagen kamen nicht zu kurz. Nach ein paar Pausen erreichte man überpünktlich die Spielhalle der Gastgeber. Es war noch reichlich Zeit sich durch ein paar Stärkungen in der Umgebung auf das letzte Spiel vorzubereiten.

Pünktlich um 20:15 Uhr pfiffen die beiden Unparteiischen diese Begegnung vor rund 200 Zuschauern an. Chefcoach Weinhold hatte alles ihm zur Verfügung stehende an Stammkräften im Kader und wollte dieses Spiel unbedingt gewinnen, um noch die realistische Chance auf Platz zwei zu nutzen, denn oft genug hat dieser ebenfalls zum Aufstieg gereicht. Devils Coach Roland Senger konnte recht entspannt sein Team formieren, denn die Meisterschaft war entschieden und so probierte er mit einigen neuen Formationen bereits einiges aus.

Im Anfangsviertel trauten die lautstarken Fans aus der Tuchmacherstadt ihren Augen nicht, da war kein Unterschied zu erkennen und die Gastgeber hatten alle Mühe den Bramschern auf den Fersen zu bleiben. Mit 20:15 führte der Spitzenreiter verdient nach sehr gutem Spiel und einigen Ballgewinnen. Auch im Folgedrittel waren die TuS-Spieler jederzeit ein gleichwertiger Gegner, Wolfenbüttel quälte sich in fast allen Aktionen um nicht den Anschluss zu verlieren. Leider bekamen etliche Bramscher Spieler in diesem Viertel schon das ein oder andere Foul zuviel gegen sich gepfiffen. Die Gastgeber hingegen kamen unbeschadeter davon und das sahen natürlich auch alle Anwesenden in der Halle. Das Heimteam führte zum Seitenwechsel 35:32, auf Bramscher Seite war man mit der Vorstellung bis dahin allerdings recht zufrieden, da man in Schlagdistanz blieb und somit für Spannung sorgte.

Die mitgereisten Fans machten in der Pause mächtig Stimmung, sodass sich etliche Wolfenbütteler eine Pause außerhalb der Halle gönnten. Nach Wiederbeginn zog der TuS sofort wieder gleich und ging knapp in Führung, konnte diese aber leider nicht ausbauen, weil immer wieder ein Pfiff das Spiel unterbrach. Etliche Male gingen die Spieler von Coach Weinhold an die Linie, zeigten aber auch da Nerven. Es war dadurch kein schön anzusehendes Spiel mehr, denn der Spielfluss auf beiden Seiten war dahin. 53:47 stand auf der Anzeige und es wurde das letzte Viertel dieser Saison für Bramsche angepfiffen. Die Gastgeber müssen noch einmal auf das Spielfeld, daheim gegen Quakenbrück. Trotz der bis dahin bereits hohen Foulbelastung, legten die Red Devils nochmal ein tolles Viertel hin, holten Punkt um Punkt auf und gingen kurz vor dem Ende sogar wieder in Führung. Der Fanblock puschte das Team nochmals zu einer tollen Endphase, die aber wieder von sehr vielen Pfiffen unterbrochen wurde. In dieser Phase mussten sowohl N. Noureddin als auch J-P Seitz bereits mit fünf Fouls auf der Bank Platz nehmen. Bei einer knappen Führung und Ballbesitz des TuS, hatten die Gastgeber einen sehr undurchsichtigen Ballgewinn, den sie mit einem Korberfolg abschlossen und gleichzeitig ein Foul gepfiffen wurde.

Die SG MTV/BG ging knapp in Führung und siegte am Ende recht glücklich mit 67:65 Punkten. Vierzehn Fouls standen an der Tafel auf Seiten der Gastgeber und auf der anderen sechsundzwanzig. Wolfenbüttel hatte dreißig Versuche von der Linie, Bramsche nur elf. So lag man am Ende zumindest in den beiden Statistiken vorne und im direkten Vergleich ebenso. Die Spieler von Coach Roland Senger gratulierten den Siegern freundschaftlich und zeigten nicht nur ihren Anhängern, sondern auch den Fans aus Wolfenbüttel den obligatorischen Teamtanz auf dem Parkett.

In diesem Spiel wurde wie folgt gepunktet: Heiner Fährrolfes 4 Punkte/0 Dreier und 4 Fouls, Lukas Kleiböcker 12/0/2, Daniel Meyer 11/1/3, Naim Noureddin 11/3/5, Blanchard Obiango 6/1/3, Marko Primorac 5/1/2, Marius Rautenstrauch 4/0/1, Jan Philipp Seitz 10/0/5, Thorben van de Water 2/0/1.

Die Heimfahrt gestaltete sich dann wie eine Klassenfahrt oder ein Ausflug eines Sport- und Gesangvereins mit einem eigenen Orchester an Bord, geleitet von etlichen Dirigenten. Ein Dank an dieser Stelle nochmals an den Fahrer des Busunternehmens, der sich nahtlos auf dieser Fahrt in diese Gemeinschaft integrierte.

Anfahrt zum Match

30.03.2019
20:15 Uhr

Landeshuter Platz
38300 Wolfenbüttel